I MET A PENGUIN von Frank Asch

I MET A PENGUIN

Originalausgabe 1972 bei MCGRAW-HILL, New York.
Seit 2015 in der ersten Auflage bei NIEVES & AL PASTOR.

Ein zu unrecht nicht sehr bekanntes Bilderbuch – und – eines der schönsten Kinderbücher, das ich seit Langem in die Finger bekommen habe.
Eine sanfte und poetische, sehr berührende Liebesgeschichte zwischen zwei verschiedenen Spezies, einem Löwen und einem Pinguin.

In der Geschichte passiert vieles zwischen den Zeilen und es ist deshalb auch sehr für Erwachsene zu empfehlen.
Da die Illustrationen auf das einfachste reduziert sind, erinnert es an eine Ästhetik der 90er Jahre, die sich bis heute großer Beliebtheit erfreut. Es wirkt dank Shrigley und Co deshalb sehr zeitgenössisch, obwohl es bereits in einer Zeit entstanden ist, als diese Ästhetik noch ganz anders wahrgenommen wurde als heute.

Die Frage die sich bei solch ambitionierten und leisen Büchern vielleicht für manche Eltern anschließt, ist die, wie man die farbverwöhnten Kinder heute an schwarz-weiß Bücher heran bekommt.  Aber da beginnt eben die Verantwortung der Eltern, die zum Großteil selber Entscheiden müssen, mit was für Bildern und Geschichten ihre Kinder aufwachsen sollen. Die lauten und grellen Bildwelten der Gegenwart bieten jedenfalls einmal mehr Gelegenheit, unseren Kindern wieder einmal ein anspruchsvolles, vielleicht auch schwarz-weißes Bilderbuch unterzujubeln- oder es einfach genüsslich selbst zu lesen.

Ein Muss im Kinderzimmer.

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